Keronite bietet eine sehr gute Vorbehandlungsschicht für nachfolgende Deckschichten mit dekorativen Farben und Lacken oder zur Erzeugung funktioneller Verbundstoffe mit PTFE, Klebstoffen, Schmierstoffen oder anderen Metallen. Die Porosität der Keronite-Keramik im Mikro- und Nanobereich ermöglicht den Auftrag von sekundären Materialien, und dies bietet wiederum eine Verbundstruktur mit mehrfachen Eigenschaften, z.B. sehr haltbare, verschleißfeste Beschichtungen mit extrem niedrigem Reibungskoeffizienten oder Keramiküberzüge mit Antihaft-Eigenschaften. Die dünne Außenschicht der Keronite-Keramikoberfläche ist poröser als die dichte Funktionsschicht und damit etwas weicher und rauer. Diese technologische Außenschicht kann leicht poliert werden, um in Anwendungen mit hoher Verschleißrate für bessere tribologische Leistung zu sorgen. Soll jedoch eine Deckschicht aufgetragen werden, eignet sich diese Oberfläche bestens für die Imprägnierung.
In unabhängigen Tests von Keronite als Vorbehandlung für die Haftung von Klebstoffen hat sich gezeigt, dass es als wirksame und umweltfreundliche Alternative zur Eloxierung mit Phosphor, Chrom oder Schwefel verwendet werden kann. In Haftzugfestigkeitsversuchen hat sich bestätigt, dass eine dünne Keronite-Schicht die Haftfestigkeit der Verbindung (bei 27 MPa) im Vergleich mit sandgestrahlten und verklebten Verbindungen (bei 12 MPa) verdoppelt, während Korrosions- und nachfolgende Feuchtigkeitstests ergaben, dass eine dünne Keronite-Schicht das kriechen von Korrosions geritzten Markierungen verhindert und auf ein Minimum beschränkt, wenn bie Deckschichten bis zum Substrat hindurch geschädigt sind. |