Als eine Oxidkeramik der Substratlegierung ist Keronite gegenüber den meisten Chemikalien inert und leistet daher beim Schutz der Oberflächen von Magnesium- und Aluminiumlegierungen in den meisten korrosiven Umgebungen extrem gute Dienste.
Einer der wichtigsten Faktoren, der die weitverbreitete Nutzung von Magnesium-Legierungen einschränkt, ist deren schlechte Korrosionsfestigkeit. Eine Keronite-Schicht auf Magnesium bietet jedoch einen bedeutend höheren Schutz als Beschichtungen durch chemische Umwandlung oder Eloxalverfahren.
In unabhängigen Tests zeigte sich, dass die Magnesiumlegierung AZ91D, mit nur 25-35 µm Keronite beschichtet, einer einmonatigen Eintauchung in einer Salzlösung oder 1000 Stunden im Salzsprühnebel mit nur sehr geringen Korrosionsanzeichen widersteht.
Weitere Tests, in denen die Prüfstücke nach ASTM D1654 bewertet wurden, ergaben, dass 5-7 µm Keronite auf Magnesiumlegierungen wie AZ91D und AM60B in Kombination mit einer 40-50 µm starken e-coat oder Pulverbeschichtung durchgehend ein Rating von mindestens 9 nach 2000 Stunden im Salzsprühnebel (ASTM B117) erreichten, und dies sogar auf eingeritzten Prüfstücken.
Auf Aluminiumlegierungen, sogar auch auf AA7075 und AA2219, die Kupfer enthalten und sehr schlechte Korrosionsfestigkeit besitzen, verleiht eine unversiegelte Keronite-Schicht mindestens 360 Stunden Korrosionsbeständigkeit, was einem Rating von mindestens 9 laut den Bedingungen in ASTM B117 entspricht. |